Das Leiden und Sterben Jesu Christi 

Kapitel 18 - 19 

18

Als Jesus dies gesprochen hatte , ging er mit seinen Jüngern hinaus über den Winterbach Kidron ; dort war ein Garten , in den Jesus und seine Jünger eintraten . 

Die Gefangennahme Jesu 

2 Aber auch Judas , der ihn verriet , kannte den Ort ; denn Jesus versammelte sich oft dort mit seinen Jüngern . 3 Nachdem nun Judas die Truppe und von den obersten Priestern und Pharisäern Diener bekommen hatte , kam er dorthin mit Fackeln und Lampen und Waffen . 4 Jesus nun , der alles wusste , was über ihn kommen sollte , ging hinaus und sprach zu ihnen : Wen sucht ihr ? 5 Sie antworteten ihm : Jesus , den Nazarener ! Jesus spricht zu ihnen : Ich bin´s ! Es stand aber auch Judas bei ihnen , der ihn verriet . 6 Als er nun zu ihnen sprach : Ich bin´s ! , wichen sie alle zurück und fielen zu Boden . 7 Nun fragte er sie wiederum : Wen sucht ihr ? Sie aber sprachen : Jesus , den Nazarener ! 8 Jesus antwortete : Ich habe euch gesagt , dass ich es bin . Wenn ihr nun mich sucht , so lasst diese gehen ! 9 - damit das Wort erfüllt würde , das er gesagt hatte : Ich habe keinen verloren von denen , die du mir gegeben hast . ||| 10 Da nun Simon Petrus ein Schwert hatte , zog er es und schlug nach dem Knecht des Hohepriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab ; der Name des Knechtes aber war Malchus . 11 Da sprach Jesus zu Petrus : Stecke dein Schwert in die Scheide ! Soll ich den Kelch nicht trinken , den mit der Vater gegeben hat ? |||

Jesus vor Hannas und Kajaphas 
Die Verleugnung des Petrus 

12 Die Truppe nun und ihr Befehlshaber und die Diener der Juden ergriffen Jesus und banden ihn , 13 und sie führten ihn zuerst ab zu Hannas ; denn er war der Schwiegervater des Kajaphas , welcher in jenem Jahr Hohepriester war . 14 Das war der Kajaphas , der den Juden geraten hatte , es sei besser , dass ein Mensch für das Volk umkomme . ||| 15 Simon Petrus aber folgte Jesus nach , und der andere Jünger . Dieser Jünger war mit dem Hohepriester bekannt und ging mit Jesus hinein in den Hof des Hohepriesters . 16 Petrus aber stand draußen vor der Tür . Da ging der andere Jünger hinaus , der mit dem Hohepriester bekannt war , und redete mit der Türhüterin und führte Petrus hinein . 17 Da spricht die Magd , die die Tür hütete , zu Petrus . Bist nicht auch du einer von den Jüngern dieses Menschen ? Petrus spricht : Ich bin´s nicht ! 18 Es standen aber die Knechte und Diener um ein Kohlenfeuer , das sie gemacht hatten - denn es war kalt - , und wärmten sich ; Petrus aber stand bei ihnen und wärmte sich . ||| 19 Der Hohepriester nun befragte Jesus über seine Jünger und über seine Lehre . 20 Jesus antwortete ihm : Ich habe öffentlich zu der Welt geredet ; ich habe stets in der Synagoge und im tempel gelehrt , wo die Juden immer zusammenkommen , und im Verborgenen habe ich nichts geredet . 21 Was fragst du mich ? Frage die , welche gehört haben , was ich zu ihnen geredet habe ; siehe , diese wissen , was ich gesagt habe ! ||| 22 Als er aber dies sagte , schlug einer der Diener , die dabeistanden , Jesus ins Gesicht und sprach : Antwortest du so dem Hohepriester ? 23 Jesus erwiderte ihm : Habe ich unrecht geredet , so beweise , was daran unrecht war ; habe ich aber recht geredet , was schlägst du mich ? 24 Hannas hatte ihn nämlich gebunden zum Hohepriester Kajaphas gesandt . 25 Simon Petrus aber stand da und wärmte sich . Da sprachen sie zu ihm : Bist nicht auch du einer seiner Jünger ? Er leugnete und sprach : Ich bin´s nicht ! 26 Da sagte einer von den Knechten des Hohepriesters , ein Verwandter dessen , dem Petrus das Ohr abgehauen hatte : Sah ich dich nicht im Garten bei ihm ? 27 Da leugnete Petrus nochmals , und sogleich krähte der Hahn . |||

Jesus vor Pilatus 

28 Sie führten nun Jesus vom Kajaphas in das Prätorium . Es war aber noch früh . Und sie selbst betraten das Prätorium nicht , damit sie nicht unrein würden , sondern das Passah essen könnten . 29 Da ging Pilatus zu ihnen hinaus und fragte : Was für eine Anklage erhebt ihr gegen diesen Menschen ? 30 Sie antworteten und sprachen zu ihm : Wäre er kein Übeltäter , so hätten wir ihn dir nicht ausgeliefert ! 31 Da sprach Pilatus zu ihnen : So nehmt ihr ihn und richtet ihn nach eurem Gesetz ! Die Juden nun sprachen zu ihm : Wir dürfen niemand töten ! 32 - damit Jesus Wort erfüllt würde , das er sagte , als er andeutete , durch welchen Tod der sterben sollte . ||| 33 Nun ging Pilatus wieder ins Prätorium hinein und rief Jesus und fragte ihn : Bist du der König der Juden ? 34 Jesus antwortete ihm : Redest du das von dir selbst aus , oder haben es dir andere von mir gesagt ? 35 Pilatus antwortete : Bin ich denn ein Jude ? Dein Volk und die obersten Priester haben dich mir ausgeliefert ! Was hast du getan ? ||| 36 Jesus antwortete : Mein Reich ist nicht von dieser Welt ; wäre mein Reich von dieser Welt , so hätten meine Diener gekämpft , damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde ; nun aber ist mein Reich nicht von hier . 37 Da sprach Pilatus zu ihm ; So bist du also ein König ? Jesus antwortete : Du sagst es ; ich bin ein König . Ich bin dazu geboren und dazu in die  Welt gekommen , dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe ; jeder , der aus der Wahrheit ist , hört meine Stimme . ||| 38 Pilatus spricht zu ihm : Was ist Wahrheit ? Und nachdem er das gesagt hatte , ging er wieder hinaus zu den Juden und sprach zu ihnen : Ich finde keine Schuld an ihm !" Ihr habt aber eine Gewohnheit  , dass ich euch am Passahfest einen freigebe ; wollt ihr nun , dass ich euch den König der Juden freigebe ? 40 Da schrien sie wieder alle und sprachen : Nicht diesen , sondern Barabbas ! Barabbas aber war ein Mörder . |||

Die Geißelung , Verspottung und 
Verurteilung Jesu Christi 

19 

1 Darauf nahm Pilatus Jesus und ließ ihn geißeln . 2 Und die Kriegsknechte flochten eine Krone aus Dornen , setzten sie ihm auf das Haupt und legten ihm einen Purpurmantel um 3 und sprachen : Sei gegrüßt , du König der Juden ! , und schlugen ihm ins Gesicht . ||| 4 Da ging Pilatus wieder hinaus und sprach zu ihnen : Seht , ich führe ihn zu euch heraus , damit ihr erkennt , dass ich keine Schuld an ihm finde ! 5 Nun kam Jesus heraus und trug die Dornenkrone un den Purpurmantel . Und er spricht zu ihnen : Seht , welch ein Mensch ! ||| 6 Als ihn nun die obersten Priester und die Diener sahen , schrien sie und sprachen : Kreuzige , kreuzige ihn ! Pilatus spricht zu ihnen : Nehmt ihr ihn hin und kreuzigt ihn ! Denn ich finde keine Schuld an ihm . 7 Die Juden antworteten ihm : Wir haben ein Gesetz , und nach unserem Gesetz muss er sterben , weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat ! ||| 8 Als Pilatus dieses Wort hörte , fürchtete er sich noch mehr , 9 und er ging wieder in das Prätorium hinein und sprach zu Jesus : Woher bist du ? Aber Jesus gab ihm keine Antwort . 10 Da spricht Pilatus zu ihm : Redest du nicht mit mir ? Weißt du nicht , dass ich Vollmacht habe , dich zu kreuzigen  , und Vollmacht habe , dich freizulassen ? 11 Jesus antwortete ; Du hättest gar keine Vollmacht über mich , wenn sie dir nicht von oben her gegeben wäre ; darum hat der , welcher mich dir ausliefert , größere Schuld ! ||| 12 Von da an suchte Pilatus ihn freizugeben . Aber die Juden schrien und sprachen : Wenn du diesen freilässt , so bist du kein Freund des Kaisers ; denn wer sich selbst zum König macht der stellt sich gegen den Kaiser ! 13 Als nun Pilatus dieses Wort hörte , führte er Jesus hinaus und setzte sich auf den Richterstuhl , an der Stätte , die Steinpflaster genannt wird , auf Hebräisch aber Gabbatha . 14 Es war aber Rüsttag für das Passah , und zwar um die sechste Stunde . Und er sprach zu den Juden : Seht , das ist euer König ! 15 Sie aber schrien : Fort , fort mit ihm ! Kreuzige ihn ! Pilatus spricht zu ihnen : Euren König soll ich kreuzigen ? Die obersten Priester antworteten : Wir haben keinen König als nur den Kaiser ! 16 Da übergab er ihnen ( Jesus ) , damit er gekreuzigt werde . Sie nahmen aber Jesus und führten ihn weg . |||

Die Kreuzigung Jesu Christi 

17 Und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte , die auf Hebräisch Golgatha heißt . 18 Dort kreuzigten sie ihn , und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten , Jesus aber in der Mitte . 19 Pilatus aber schrieb eine Überschrift und heftete sie an das Kreuz ; und es stand geschrieben : "Jesus , der Nazarener , der König der Juden" . 20 Diese Überschrift nun lasen viele Juden ; denn der Ort , wo Jesus gekreuzigt wurde  , war nahe bei der Stadt , und es war in hebräischer , griechischer und lateinischer Sprache geschrieben . 21 Da sprachen die obersten Priester der Juden zu Pilatus : Schreibe nicht : Der König der Juden ! 22 Pilatus antwortete : Was ich geschrieben habe , das habe ich geschrieben ! ||| 23 Als nun die Kriegsknechte Jesus gekreuzigt hatten , nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile , für jeden Kriegsknecht einen Teil , und dazu das Untergewand . Das Untergewand aber war ohne Naht , von oben bis unten in einem  Stück gewoben . 24 Da sprachen sie zueinander : Lasst uns das nicht zertrennen , sondern darum losen , wem es gehören soll ! - damit die Schrift erfüllt würde , die spricht : "Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und über mein Gewand das Los geworfen" . Dies nun taten die Kriegsknechte . 25 Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter , Maria , die Frau des Klopas , und Maria Magdalena . 26 Als nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabeistehen , den er lieb hatte , spricht er zu seiner Mutter : Frau , siehe , dein Sohn ! 27 Darauf spricht er zu dem Jünger : Siehe , deine Mutter ! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich . ||| 28 Nach diesem , da Jesus wusste , dass schon alles vollbracht war , spricht er , damit die Schrift erfüllt würde : Mich dürstet ! 29 Es stand nun ein Gefäß voll Essig da ; sie aber tränkten einen Schwamm mit Essig , legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm an den Mund . 30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte , sprach er : Es ist vollbracht ! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist . |||

Die Geschehnisse nach Jesu Tod 

31 Weil es Rüsttag war - jener Sabbat war nämlich ein hoher Festtag - , baten die Juden nun Pilatus , damit die Leichname nicht während des Sabbats am Kreuz blieben , dass ihnen die Beine zerschlagen und sie herabgenommen würden . 32 Da kamen die Kriegsknechte und  brachen dem ersten die Beine , ebenso dem anderen , der mit ihm gekreuzigt worden . 33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen , dass er schon gestorben war , zerschlugen sie ihm die Beine nicht , 34 sondern einer der Kriegsknechte stach mit einem Speer in seine Seite , und sogleich floss Blut und Wasser heraus . ||| 35 Und der das gesehen hat , der hat es bezeugt , und sein Zeugnis ist wahr , und er weiß , dass er die Wahrheit sagt , damit ihr glaubt . 36 Denn dies ist geschehen ,  damit die Schrift erfüllt würde : "Kein Knochen soll ihm zerbrochen werden" . 37 Und wiederum sagt eine andere Schrift : "Sie werden den ansehen , welchen sie durchstochen haben" . |||

Die Grablegung Jesu 

38 Danach bat Joseph von Arimathia - der ein Jünger Jesu war , jedoch heimlich , aus Furcht vor den Juden - den Pilatus , dass er den Leib Jesus abnehmen dürfe . Und Pilatus erlaubte es . Da kam er und nahm den Leib Jesu herab . 39 Es kam aber auch Nikodemus , der zuvor bei Nacht zu Jesus gekommen war , und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe , etwa 100 Pfund . 40 Sie nahmen nun den Leib Jesu und banden ihn samt den Wohlriechenden Gewürzen in leinene Tücher , wie die Juden zu begraben pflegen . 41 Es war aber ein Garten an dem Ort , wo Jesus gekreuzigt worden war , und in dem Garten ein neues Grab , in das noch niemand gelegt worden war . 42 Dorthin nun legten sie Jesus , wegen des Rüsttages des Juden , weil das Grab nahe war . |||

Die Auferstehung Jesu Christi 

20 

Am ersten Tag der Woche aber kommt Maria Magdalena früh , als es noch finster war , zum Grab und sieht , dass der Stein von dem Grab hinweggenommen war . 2 Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger , den Jesus lieb hatte , und spricht zu ihnen : Sie haben den Herrn aus dem Grab genommen , und wir wissen nicht , wo sie ihn hingelegt haben ! ||| 3 Nun gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und begaben sich zu dem Grab . 4 Die beiden liefen aber miteinander , und der andere Jünger lief voraus , schneller als Petrus , und kam zuerst zum Grab , 5 und er beugte sich hinein und sah die leinenen Tücher daliegen , ging jedoch nicht hinein . 6 Da kommt Simon Petrus , der ihm folgte , und geht in das Grab hinein und sieht die Tücher daliegen 7 und das Schweißtuch , das auf seinem Haupt war , nicht bei den Tüchern liegen , sondern für sich zusammengewickelt an einem besonderen Ort . 8 Darauf ging auch der andere Jünger hinein , der zuerst zum Grab gekommen war , und er sah und glaubte . 9 Denn sie verstanden die Schrift noch nicht , dass er aus den Toten auferstehen müsse , 10 Nun gingen die Jünger wieder heim . |||

Jesus erscheint der Maria Magdalena 

11 Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte . Wie sie nun weinte , beugte sie sich in das Grab , 12 und sie sieht zwei Engel in weißen Kleidern sitzen , den einen beim Haupt , den anderen zu den Füßen , wo der Leib Jesu gelegen hatte . 13 Und diese sprechen zu ihr ! Frau , warum weinst du ? Sie spricht zu ihnen : Sie haben meinen Herrn weggenommen , und ich weiß nicht , wo sie ihn hingelegt haben ! 14 Und als sie das gesagt hatte , wandte sie sich um und sah Jesus dastehen und wusste nicht , dass es Jesus war . 15 Jesus spricht zu ihr : Frau , warum weinst du ? Wen suchst du ? Sie meint , es sei der Gärtner , und spricht zu ihm : Herr , wenn du ihn weggetragen hast , so sage mir , wo du ihn hingelegt hast , und ich will ihn holen ! ||| 16 Jesus spricht zu ihr : Maria ! Da wendet sie sich um und spricht zu ihm : Rabbuni ! ( das heißt : "Meister" ) . 17 Jesus spricht zu ihr : Rühre  mich nicht an , denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater und eurem Vater , zu meinem Gott und eurem Gott . 18 Da kommt Maria Magdalena und verkündet des Jüngern , dass sie den Herrn gesehen und dass er dies zu ihr gesprochen habe . 

Jesus erscheint den Jüngern 

19 Als er nun an jenem Tag , dem ersten der Woche , Abend geworden war und die Türen verschlossen waren an dem Ort , wo sich die Jünger versammelt hatten , aus Furcht vor den Juden , da kam Jesus und trat in ihre Mitte und sprach zu ihnen : Friede sei mit euch ! ||| 20 Und als er das gesagt hatte , zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite . Da wurden die Jünger froh , als sie den Herrn sahen . ||| 21 Da sprach Jesus wiederum zu ihnen : Friede sei mit euch ! Gleichwie mich der Vater gesandt hat , so sende ich euch . ||| 22 Und nachdem er das gesagt hatte , hauchte er sie an und sprach zu ihnen : Empfangt Heiligen Geist ! ||| 23 Welchen ihr die Sünden vergebt , denen sind sie vergeben ; welchen ihr sie behaltet , denen sind sie behalten . ||| 24 Thomas aber , einer von den Zwölfen , der Zwilling genannt wird , war nicht bei ihnen , als Jesus kam . ||| 25 Da sagten ihm die anderen Jünger : Wir haben den Herrn gesehen ! Er aber sprach zu ihnen : Wenn ich nicht an seinen Händen das Nägelmal sehe und meinen Finger in das Nägelmal lege und meine Hand in seine Seite lege , so werde ich es niemals glauben ! ||| 26 Und nach acht Tagen waren seine Jünger wiederum drinnen , und Thomas war bei ihnen . Da kommt Jesus , als die Türen verschlossen waren , und tritt in ihre Mitte und spricht : Friede sei mit euch ! ||| 27 Dann spricht er zu Thomas Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände , und reiche deine Hand her und lege sie in meine SEite , und sei nicht ungläubig , sondern gläubig ! ||| 28 Und Thomas antwortete und sprach zu ihm : Thomas , du glaubst , weil du mich gesehen hast ; glückselig sind , die nicht sehen und doch sehen . |||

Die Zielsetzung des Johannes - Evangeliums 

30 Noch viele andere Zeichen tat Jesus nun vor seinen Jüngern , die in diesem Buch nicht geschrieben sind . ||| 31 Diese aber sind geschrieben , damit ihr glaubt , dass Jesus der Christus , der Sohn Gottes ist , und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen . |||

Jesus offenbart sich am See von Tiberias 

21 

Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern wiederum am See von Tiberias . Er offenbarte sich aber so : ||| 2 Es waren beisammen Simon Petrus und Thomas , der Zwilling genannt wird , und Nathanael von Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern . ||| 3 Simon Petrus spricht zu ihnen : Ich gehe fischen ! Sie sprechen zu ihm : So kommen wir auch mit dir . Da gingen sie hinaus und stiegen sogleich in das Schiff ; und in jener Nacht fingen sie nichts . ||| 4 Als es aber schon Morgen geworden war , stand Jesus am Ufer ; doch wussten die Jünger nicht , dass es Jesus war . ||| 5 Da spricht Jesus zu ihnen : Kinder , habt ihr nichts zu essen ? Sie antworteten ihm : Nein ! ||| 6 Er aber sprach zu ihnen : Werft das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus , so werdet ihr finden ! Da warfen sie es aus und konnten es nicht mehr einziehen wegen der Menge der Fische . ||| 7 Da spricht der Jünger , den Jesus lieb hatte , zu Simon Petrus : Es ist der Herr ! Als nun Simon Petrus hörte , dass es der Herr sei , gürtete er das Obergewand um sich , denn er war nur im Untergewand , und warf sich in den See . ||| 8 Die anderen Jünger aber kamen mit dem Schiff ( denn sie waren nicht fern vom Land , sondern etwa 200 Ellen weit ) und zogen das Netz mit den Fischen nach . ||| 9 Wie sie nun ans Land gestiegen waren , sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und einen Fisch darauf liegen und Brot . ||| 10 Jesus spricht zu ihnen : Bringt her von den Fischen , die ihr jetzt gefangen habt ! ||| 11 Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz auf das Land , voll großer Fische , 153 ; und obwohl es so viele waren , zerriss doch das Netz nicht . ||| 12 Jesus spricht zu ihnen : Kommt zum Frühstück ! Aber keiner der Jünger wagte ihn zu fragen : Wer bist du ? Denn sie wussten , dass es der Herr war . ||| 13 Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt es ihnen , und ebenso den Fisch . ||| 14 Das war schon das dritte Mal , dass sich Jesus seinen Jüngern offenbarte , nachdem er aus den Toten auferweckt war . |||

Der Herr redet mit seinem Diener Petrus 

15 Als sie nun gefrühstückt hatten , spricht Jesus zu Simon Petrus : Simon , Sohn des Jonas , liebst du mich mehr als diese ? Er spricht zu ihm : Ja , Herr , du weißt , dass ich dich lieb habe ! Er spricht zu ihm : Weide meine Lämmer ! ||| 16 Wiederum spricht er zum zweiten Mal zu ihm : simon , Sohn des Jonas , liebst du mich ? er antwortete ihm : Ja , Herr , du weißt , dass ich dich lieb habe . Er spricht zu ihm : Hüte meine Schafe ! ||| 17 Und das dritte Mal fragte er ihn : Simon , Sohn des Jonas , hast du mich lieb ? Da wurde Petrus traurig , dass er ihn das dritte Mal fragte : Hast du mich lieb ? , und er sprach zu ihm : Herr , du weißt alle Dinge ; du weißt , dass ich dich lieb habe . Jesus spricht zu ihm : Weide meine Schafe ! ||| 18 Wahrlich , wahrlich , ich sage dir : Als du jünger warst , gürtetest du dich selbst und gingst , wohin du wolltest ; wenn du aber alt geworden bist , wirst du deine Hände ausstrecken , und ein anderer wird dich gürten und führen , wohin du nicht willst . ||| 19 Dies aber sagte er , um anzudeuten , durch welchen Tod er Gott verherrlichen werde . Und nachdem er das gesagt hatte , spricht er zu ihm : Folge mir nach ! ||| 20 Petrus aber wandte sich um und sah den Jünger folgen , den Jesus liebte , der sich auch beim Abendmahl an seine Brust gelehnt und gefragt hatte : Herr , wer ist´ s , der sich verrät ? ||| 21 Als Petrus diesen sah , spricht er zu Jesus : Herr , was ist aber mit diesem ? ||| 22 Jesus spricht zu ihm : Wenn ich will , dass er bleibe , bis ich komme , was geht es dich an ? Folge du mir nach ! ||| 23 Daher kam nun dieses Wort auf unter den Brüdern : Dieser Jünger stirbt nicht ! Und doch hat Jesus nicht zu ihm gesagt , er sterbe nicht , sondern : Wenn ich will , dass er bleibe , bis ich komme , was geht es dich an ? |||

Schlusswort 

24 Das ist der Jünger , der von diesen Dingen Zeugnis ablegt und dies geschrieben hat ; und wir wissen , dass sein Zeugnis wahr ist . ||| 25 Es sind aber noch viele andere Dinge , die Jesus getan hat ; und wenn sie eines nach dem anderen beschrieben würden , so glaube ich , die Welt würde die Bücher gar nicht fassen , die zu schreiben wären . Amen . |||

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